Malteser Kreuz

Istrien ‘03: Ich habe das Meer zuerst gesehen!

Einen Reisebericht zu verfassen, ist immer eine schwierige Aufgabe. Wie soll man all die Eindrücke und Erlebnisse, die unseren Sonderdienst nach Istrien erfüllten, schildern?

Kroatien2
Meist passte das Wetter zur Stimmung:
sonnig und heiter.

Wir wollen also unsere geschätzten Leser auf den Börseplatz entführen, wo wir einander frühmorgens am 20. September trafen, um gemeinsam mit unseren Betreuten den M 6 zu besteigen. Ab ging’s Richtung Süden, an Graz und Spielfeld vorbei, quer durch Slowenien, bis wir ans Meer kamen. Der Gewinner des alten Spiels "Ich-hab-das-Meer-zuerst-gesehen" wird noch bekannt gegeben. Vielleicht war’s ja Manuela, die zum ersten Mal in ihrem Leben ans Meer fuhr?

Kurz nach der slowenischen Grenze bezogen wir in Umag unser Quartier: Unsere Einsatzleiterinnen, Christine Lattenmaier und Laura Richardsen, verteilten uns auf drei Appartements: die Mädels bekamen Meeresblick und die Burschen ihre Ruhe im eigenen Appartement.

Was für ein erfrischendes Gefühl, als wir uns am nächsten Morgen bei mildem Sonnenschein in die Fluten stürzten! Moni erwies sich als echte Wasserratte, während Nick lieber von einem schattigen Plätzchen aus den Meeresblick genoss. Wer aber versuchte, sich ungeschützt den bösen Sonnenstrahlen auszusetzen, hatte nicht mit Anton gerechnet! Der lauerte hinter jedem Liegestuhl mit einer Sonnenschutzfaktor-35-Creme von unbeschreiblicher Viskosität und rettete wohl so manchen vor einem Sonnenbrand.

Natürlich blieben wir nicht untätig am Strand liegen! Schon am nächsten Tag machten wir einen Einkaufsbummel durch Umag. Am Abend wurde der Griller angeworfen (dank Danis engagiertem Einsatz hatten wir auch genügend Brennholz!) und die Burschen überraschten uns mit köstlichen, knoblauchgefüllten Fischen. An dieser Stelle verweisen wir auf unsere Spitzenköche Martin (zwei Hauben für "Huhn auf provenzalische Art") und Niki (was für ein Frühstücks-Eierspeisen-Koch!), die das kulinarische Gelingen der Woche sicherten.

Am Dienstag schaukelten wir mit einem Piratenschiff bis nach Rovinj, und auch durch einen regnerischen Mittwoch ließen wir uns die Laune nicht verderben, sondern nützten den Tag für eine Fahrt in das alte, im Hinterland gelegene Städtchen Motovun. Freitags ging’s noch nach Porec, einem hübschen Hafenstädtchen mit wunderschönen byzantinischen Mosaiken, wo sich die Verfasserin dieses Artikels am besten und vor allem größten Eis Istriens delektierte.

Am Samstag mussten wir schließlich zum letzten Mal den gemeinsam Frühstückstisch decken. Das gemütliche morgendliche Zusammensitzen bei frischen Semmerln, die wir Anna Marias bewundernswertem täglichen Frühaufstehen verdankten, gehörte immer zu den geselligsten Momenten unserer Ferientage.

Zu guter letzt stiegen wir also wieder ins Auto, zurück ging’s durch Slowenien bis nach Spielfeld. Dort trieb uns der Hunger weg von der Autobahn mitten ins steirische Weingebiet. Gemütlich ließen wir bei Brettljause und einem Gläschen Weißwein unseren Sonderdienst in einer Buschenschank ausklingen.

Wir Malteser, die an dieser Reise teilnehmen durften, bedanken uns bei unseren Betreuten für die unvergesslichen Momente, die wir nur mit ihnen so intensiv erleben konnten, und beim lieben Gott, dass er uns wieder wohlbehütet nach Hause gebracht hat.

  •  Theresa Sellner

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Letztes Update dieser Seite: Dienstag, 25. November 2003 um 14:50:37 Uhr
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