Malteser Kreuz

Sonderdienst zur Sprengung der Linzer Hochhäuser

Ein nicht ganz alltäglicher Sonderdienst stand am Palmsonntag auf dem Programm des Bereiches Wien: Zwei Einsatzleiter mit oberösterreichischen Wurzeln hatten die spontane Idee, zur größten Wohnblocksprengung Europas nach Leonding/Linz zu fahren. Und was eine Woche zuvor noch als kleine Unternehmung ins Wiener Schweizer Haus geplant war, wurde ein Großausflug mit über 20 Teilnehmern.

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Vorbereitung zu Sprengung - Mundschutz einmal anders.

Frühmorgens ging es los, damit auch die anderen Programmpunkte Zeit fanden - schließlich sollte nicht nur "Destruktives" bestaunt werden:

Das Augustiner-Chorherrenstift St. Florian war das erste Ziel. Bruder Alois führte uns durch die Barockkirche – passenderweise während eines eindrucksvollen Orgelkonzerts (von Anton Bruckner komponiert, wie sich das in St. Florian gehört).

Danach folgte die Stiftsbesichtigung: Bibliothek, Prunksaal u.v.m. Lediglich die Gruft mussten wir auf einen weiteren Sonderdienst verschieben, denn langsam drängte unser 14-Uhr-Termin, bei dem wir uns ausnahmsweise keine Viertelstunde Verspätung á la Malta leisten konnten: die Sprengung.

Doch da das erwartete Verkehrschaos nicht eintrat, blieb genügend Zeit, um uns die besten Plätze zu sichern. Dank des Leondinger Bürgermeisters wurden wir zum VIP-Bereich zugelassen, wo sich bereits die oberösterreichische Prominenz tummelte.

Dann, endlich, die erste Sirenenvorwarnung. Während die Suchhundestaffel noch ein letztes Mal das Gelände abging, rüsteten wir uns für die Sprengung: Staubschutzmasken und Sonnenbrillen wurden gezückt. Fünf Minuten später, beinahe schon wieder unerwartet: BUMM – und der erste Wohnturm stürzte in sich zusammen. BUMM – auch der zweite folgte nur wenig zeitversetzt. Erst eine halbe Minute später, während bereits alle diskutierten, ob die Teile auch so gefallen waren wie sie sollten, erreichte uns die Staubwolke.

Wenig später fuhren wir nach Linz weiter – vorbei an den aus dem Staubnebel erscheinenden zwei Schutthaufen – ein beeindruckender Unterschied zu vorher!

Hungrig nach so viel Erlebtem machten wir noch den "Klosterhof" (ein Gasthaus in der Linzer Innenstadt) unsicher und ließen dort den ereignisreichen Sonderdienst ausklingen. Spät abends kehrten wir nach Wien zurück: müde, aber in dem Wissen, einen einmaligen Tag gemeinsam verbracht zu haben!

  •  Laura Richardsen &  Anton Neulinger

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Letztes Update dieser Seite: Dienstag, 5. August 2003 um 16:45:25 Uhr
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